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Wiederholungen

Sie müssen kein Versuchstechniker sein, um in Ihrem Betrieb Versuche durchzuführen. Wenn Sie bei der Anlage und Auswertung Ihrer Praxisversuche drei wesentliche, grundlegende und eher ´handwerkliche´ Aspekte beachten, werden die ermittelten Daten die notwendige Qualität für eine aussagekräftige Auswertung aufweisen.

Als Landwirt wissen Sie, dass sich innerhalb eines Feldes die Bedingungen drastisch ändern können. Unterschiedliche Wasserversorgung, Bodenqualitäten, Mikroklima und Krankheitsdruck führen zu wechselnden Erträgen. Diese natürliche Standortvariation ist der Grund, weshalb Sie bei der Versuchsanlage »Wiederholungen der unterschiedlichen »Versuchsvarianten einplanen müssen. Je öfter Sie eine Versuchsvariante wiederholen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit ein aussagekräftiges und übertragbares Ergebnis zu erhalten. Wir empfehlen Ihnen mindestens drei Wiederholungen, besser mehr.

Bitte beachten Sie, dass in der Regel nach einem Versuchsjahr noch keine endgültigen Aussagen getroffen werden können, d.h. zum Beispiel eine Änderung des Anbauverfahrens aufgrund der Versuchsergebnisse eines Jahres nicht sinnvoll erscheint!

© Godwin et al. Cranfield University, Silsoe.  

Bei der Ernte ermittelte Getreideerträge in einem Feld; die unterschiedlichen Farben stehen für bestimmte Ertragswerte. Wie deutlich zu sehen ist, differieren die Erträge von 4 bis zu 11 t/ha auf ein und demselben Feld.

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Quelle: Godwin et al. Cranfield University, Silsoe.    

Prinzipiell kann zwischen einer räumlichen und zeitlichen Wiederholung unterschieden werden:

  • Bei der räumlichen Wiederholung werden die einzelnen Versuchsparzellen auf dem gleichen Feld oder auf verschiedenen Feldern mehrmals im gleichen Jahr nebeneinander angelegt. Eine Verteilung der Wiederholungen über mehrere Felder hat den Vorteil, dass der Einfluss unterschiedlicher Umweltbedingungen (beispielsweise Bodenqualitäten) auf das Resultat mit geprüft wird.
  • Zeitliche Wiederholung bedeutet, dass der gleiche Versuch über mehrere Jahre durchgeführt wird. Damit können die jährlichen Schwankungen z. B. bedingt durch das Wetter oder schwankenden Krankheitsdruck berücksichtigt werden.
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Bedenken Sie, ein Jahr ist kein Jahr!

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