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Flächenbedarf

Die Größe der Versuchsflächen hat einen erheblichen Einfluss auf die Aussagekraft der Versuchsergebnisse. Zum einen werden bei größeren Parzellen die so genannten »Randeffekte wesentlich verringert, zum anderen kann man den Einfluss von Bodenunterschieden durch eine Vergrößerung der Parzellen teilweise ausgleichen. Je nach Versuch sollte man daher Mindestflächen vorsehen.
Konkrete Angaben lassen sich jedoch nicht allgemein machen, da die anzustrebende Größe der Parzellen von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Zum Beispiel spielen der gewählte Anlagetyp, die Versuchs-Kultur und die betriebliche Flursituation eine wichtige Rolle.

Versuche im Gemüsebau, bei denen einzelne Pflanzen betrachtet werden, können recht klein gehalten werden. Beispiel Kleinparzellenanlage im Rotkohl: Eine Parzelle mit 100 Pflanzen und einem Pflanzabstand von 75 cm x 40 cm entspricht 30 m². Bei zwei verschiedenen Sorten à vier »Versuchsvarianten ergibt sich ein gesamter Nettoflächenbedarf von 240 m².

Versuchsanlage (C) Dominic Menzler  

Versuche im Ackerbau, die mit dem Mähdrescher geerntet werden sollen, können beachtliche Größen erreichen. Beispiel Streifenanlage im Winterweizen: Eine Parzelle mit der doppelten Schnittbreite (5 m) des Mähdreschers von 10 m (siehe »Kerndrusch ) hat bei einer Schlaglänge von 150 m eine Fläche von 1.500 m². Bei drei Faktorstufen á 4 Wiederholungen ergibt sich ein Nettoflächenbedarf von 1,8 ha. Zur Nettofläche müssen noch der Bereich für Vorgewende, Wege, Abstände von Flurrändern und Störeinflüssen hinzu gerechnet werden, sodass der Schlag für dieses Beispiel rund 3 ha groß sein sollte (vgl. »Anlegen des Versuchs).

Grundsätzlich gilt: Je größer die Versuchsparzellen angelegt werden, desto kleiner ist der zu erwartende »Versuchsfehler . Dabei sollten jedoch einige wichtige Aspekte bei der Auswahl des Versuchsstandortes beachtet werden, z. B. die Homogenität der Versuchsflächen (vgl. »Auswahl Versuchstandortes).



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