Datenauswertung und Ergebnisinterpretation
Versuche im eigenen Betrieb sollen dazu dienen, Verfahrensänderungen
oder neue Verfahren mit möglichst geringem wirtschaftlichem
Risiko in den Betrieb einzuführen. Dies wird erreicht, indem
Verfahrensänderungen oder -anpassungen zunächst „im
Kleinen“ getestet werden, bevor sie auf der gesamten Fläche
zur Anwendung kommen. Damit verbunden ist jedoch die Gefahr, dass
sich die „im Kleinen“ gefundenen Ergebnisse bei der Übertragung
auf den gesamten Betrieb oder Standort als nicht richtig erweisen
können. Um diese Gefahr zu verringern, ist es wichtig, dass
sich gegebenenfalls vorhandene Behandlungseffekte durch die Versuche
darstellen lassen und andere zufällige Effekte, die nicht
der Behandlung zuzuordnen sind, so gering wie möglich gehalten
werden. Im Versuchswesen bezeichnet man alle Effekte,
die nicht von der zu prüfenden Behandlung rühren, als
»Versuchsfehler . Der Versuchsfehler ist zwar nicht gänzlich
auszuschalten, aber erheblich reduzierbar (vgl. Auswahl des Versuchsstandortes
und Anlegen des Versuches).
Bei der Verrechnung der im Experiment gewonnenen Messwerte eröffnen
sich durch statistische Verfahren Möglichkeiten, Behandlungseffekte
vom Versuchsfehler zu trennen. Diese Verfahren setzen allerdings
einige Vorkenntnisse in Statistik voraus und sind i. d. R. zu komplex,
um sie in der landwirtschaftlichen Praxis hinreichend sicher anzuwenden.
Mit Hilfe einiger einfacher Rechnungen lassen sich jedoch zweckmäßige
Darstellungen der Versuchsergebnisse vornehmen.
Die im Leitfaden vorliegende Datenauswertungshilfe ist
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mit der »Online-Planungshilfe.
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