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Standardabweichung

Der gleiche Mittelwert kann sich aus vollkommen verschiedenen Einzelwerten zusammensetzen: So ergeben z. B. die Zahlenreihen 44, 47, 51, 50 (Variante A) aber auch 39, 47, 50, 56 (Variante B) den gleichen Mittelwert von 48. Es liegt auf der Hand, dass die Zahlen der zweiten Reihe viel weiter auseinanderliegen als die der ersten; die Streuung der Messwerte ist größer. Für die zuverlässige Beurteilung von Feldversuchsergebnissen ist deshalb der Mittelwert allein nicht aussagekräftig. Vielmehr muss der errechnete Mittelwert in Zusammenhang mit der Streuung der Messwerte gesehen werden. Ein Maß für die Streuung ist die Standardabweichung (s).

s =  

wobei

=  

Dies sieht komplizerter aus als es ist.
Zur Errechnung der Standardabweichung wird von den einzelnen Messwerten jeweils der Mittelwert abgezogen (vgl. folgende Tabelle). Die Differenzen, die man dabei erhält, werden einzeln mit sich selbst multipliziert (quadriert) und dann zusammengezählt. Durch die Quadrierung wird verhindert, dass sich negative und positive Werte gegenseitig aufheben. Die Quadratsumme wird durch die Zahl der Versuchsergebnisse vermindert um 1 geteilt (die Verminderung um 1 ist notwendig, weil nur eine Stichprobe und nicht die Gesamtheit aller Pflanzen in die Auswertung eingeht). Wird aus dem Ergebnis die Wurzel gezogen, erhält man die Standardabweichung. Sie stellt die durchschnittliche Abweichung der Messwerte vom Mittelwert dar. Je größer die Standardabweichung ist, umso stärker streuen die Messwerte um den Mittelwert. Die Standardabweichung für unser obiges Ertragsbeispiel mit dem Mittelwert 48 aber unterschiedliche streuenden Einzelwerten wäre entsprechend:

Variante A  Variante B
(44 - 48)² = -4² = -4 x -4 = 16 (39 - 48)² = -9² = -9 x -9 = 81
(47 - 48)² = -1² = -1 x -1 = 1 (47 - 48)² = -1² = -1 x -1 = 1
(51 - 48)² = 3² = 3 x 3 = 9 (50 - 48)² = 2² = 2 x 2 = 4
(50 - 48)² = 2² = 2 x 2 = 4 (56 - 48)² = 8² = 8 x 8 = 64
= 30 = 150
30 / (4 – 1) = 10 150 / (4 – 1) = 50
= 3,2 = 7,1

Die errechneten Standardabweichungen geben an, dass im Durchschnitt die Messwerte um 3,2 bzw. 7,1 vom Mittelwert 48 abweichen.



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