Variationskoeffizient
Obwohl die Standardabweichung in der Statistik das wichtigste
Streuungsmaß ist, hat Sie für sich alleine genommen
folgenden Nachteil: Es ist nicht direkt aus der Standardabweichung
abzuleiten, wie groß sie im Vergleich (relativ) zum Mittelwert
ist.
Es leuchtet ein, dass z. B. eine Standardweichung
von 5 dt bei einem Ertragsmittelwert von 30 dt eine größere
Streuung bezogen auf den Mittelwert darstellt als bei einem Ertragsmittelwert
von 50 dt. Die Kenntnis des Verhältnisses von Standardabweichung
und Mittelwert ist vor allem dann wichtig, wenn man die Streuung
verschiedener Stichproben (z. B. Behandlungsvarianten und Kontrolle)
miteinander vergleicht. Hierbei bewährt sich die Berechnung
des Variationskoeffizienten (VC).
Er liefert die Streuung der Einzelwerte als Prozentanteil vom
Mittelwert. Die Formel für
die Berechnung des Variationskoeffizienten lautet:
| VC |
= |
Standardabweichung
x 100 % |
|
|
 |
| Mittelwert |
Für unsere Beispiele folgt damit:
| Variante A |
Variante
B |
| VC |
= |
| 3,2 x 100 % |
 |
| 48 |
|
= 6,6
% |
VC |
= |
| 7,1 x 100
% |
 |
| 48 |
|
= 14,8
% |
Anhand der Ergebnisse von 6,6 % bzw. 14,8 % lässt sich
erkennen, dass die relative Streuung der Messwerte um den Mittelwert
im zweiten Beispiel wesentlich größer ist als im ersten.
Eine so starke Streuung von 14,8 % ist ein Hinweis auf einen zu großen
»Versuchsfehler . Die Ergebnisse dieses Versuchs sind somit kaum aussagekräftig.
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